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Zwischen Meisterin und Schülern

Wer kann erlöst werden? Teil 11 von 11

2020-09-05
Sprache:English
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Aber wenn ihr einfach Single seid und nur einen normalen Job habt, dann esst ihr in eurer Freizeit einfach nur, meditiert dann, gestaltet euer Leben so einfach wie möglich, und seid dann mit allem zunehmend besser in Einklang. Besser in Einklang mit der Natur.

Gestern wollte ich euch noch sagen, dass ihr mir auch provokative Fragen stellen könnt, wenn ihr wollt. Mich z.B. kritisieren wollt, solche Dinge, nur um zu sehen, wie ich reagiere. Aber ich habe es euch zu sagen vergessen, weil ich viel zu tun habe. Das wisst ihr schon, oder? (Ja, Meisterin.) Ich muss meine eigene Haushälterin sein, meine eigene Waschfrau, meine eigene Visagistin, meine eigene Garderobiere, meine eigene Friseuse; auch wenn es nicht immer sehr nach Frisur aussieht, ich muss es ja selbst machen. Und im Retreat habe ich sie nicht einmal blond gefärbt. Es war mir sowas von egal. Bin ich trotzdem schön? Sagt es mir! (Ja, Du siehst schön aus, Meisterin.) Ja, ich glaube euch natürlich. (Das stimmt, Meisterin.) Ihr haltet euch an die Fünf Gebote, ihr lügt nicht, stimmt’s? (Nein, wir lügen nicht.) Okay. Gut. Die Brüder von der Technik lassen mich auch gut aussehen. Oder wählen vielleicht nur das, wo ich gut aussehe. Sie zeigen nur die Bilder, auf denen ich gut aussehe. Und den Rest verstauen sie irgendwo, ist ja auch egal. Wenn Leute aus künftigen Generationen sie dann aus unseren Archiven ausgraben und mein Gesicht anschauen, sagen sie: „Oh, was für ein Unterschied!“ (Nein.) „Wer ist denn die? Muss ihre ältere Schwester sein.“ Was soll’s? Meine Güte. Es ist sowieso alles Attrappe, es ist alles nur Illusion. Na gut.

Auch Bäume können sprechen. Sie sprechen zu mir. (Wow!) Wenn ihr still werdet und weiterhin praktiziert, dann … Naja, abgesehen von uns. Wir arbeiten umsonst. Nur fürs Essen. Wenn jemand nicht das Karma hat, zu heiraten und Kinder zu haben und so, nur einen einfachen Job hat, kann er immer in sich gehen. Jederzeit. Wenn man allein lebt, hat man mehr Kontrolle über sein Leben. (Ja.) Und man ist dann durch nichts beeinflusst, wie das Karma des anderen Partners oder dessen Meinung. Manchmal ist dessen Meinung niederer als die eure, und dann zieht er auch euch herunter. (Ja.) Aber wenn ihr einfach Single seid und nur einen normalen Job habt, dann esst ihr in eurer Freizeit einfach nur, meditiert dann, gestaltet euer Leben so einfach wie möglich, und seid dann mit allem zunehmend besser in Einklang. Besser in Einklang mit der Natur.

Bei uns ist es allerdings anders, weil wir viel zu tun haben, wir müssen arbeiten. (Ja.) Wir müssen arbeiten, ungeachtet der Zeit und des Tages. Aber sorgt euch nicht, ich bringe euch hinauf in den Himmel. Ich lasse euch nicht zurück. (Danke, Meisterin.) Auch wenn ihr nicht genug Zeit habt zum Meditieren. Aber seid nicht faul! Bringt keine Ausreden! (Nein.) Das ist kein Garantieschein. Garantieschein. „Schein“ ist Deutsch. (Ja.) Ein Garantieschein ist das nicht. Ihr müsst trotzdem aufrichtig sein und so viel tun, wie ihr nur könnt. (Ja, Meisterin.) Auch um mich nicht zu belasten. Weil ich eine Menge Arbeit habe. Ihr wisst das. (Ja, Meisterin.)

Heute kam das Eichhörnchen wieder und hüpfte auf dem Dach herum, andauernd. (Ach!) Nur um meine Aufmerksamkeit zu erregen. Ich fragte: „Was ist denn?“ Und es erzählte mir dies und das. Ich sagte: „Gut. Ich wusste das schon. Mein Gott!“ Weil es mir die Beschützer innerlich schon gesagt hatten. Sie sagten: „Bring Hunde nicht zu Dir.“ Ich vermisse meine Hunde so sehr, und ich liebe sie so sehr. Ich hatte mit der Idee gespielt, sie bringen zu lassen. Um sie wenigstens kurz zu sehen, aber mir wurde ständig geraten: „Tu das nicht, denn es wird Deinen Frieden stören.“ Natürlich, ich weiß ja, dass Meditation gerade jetzt das Wichtigste ist, und im Retreat sollte man keinen seiner Verwandten und Freunde sehen. (Ja.) Ich vermisse meine Hunde nur, weil sie mich vermissen, und das ist das Problem. Würde nur ich sie vermissen, wäre es einfach. (Ja.) Es ist halt so, dass sie mich mehr lieben als ich sie, ich muss die Wahrheit sagen. Sie vermissen mich mehr als ich sie vermisse. Weil ich viel zu tun habe. (Ja.) Ich muss Dinge erledigen, das lenkt mich irgendwie ab. Aber die armen Hunde haben nichts zu tun. (Nein.) Sind nur den ganzen Tag im Haus. Außer wenn sie mit den Mädels rausgehen und so. Und ich kann nicht einmal sehen, wie sie mit ihnen umgehen, bekomme nur alle zwei oder drei Tage den Bericht. (Ja.) Als ich anfangs wegging, sagte ich: „Berichtet jeden Tag!“ Aber später, weil es dann fast schon zur Routine wurde, sagte ich: „Berichtet alle zwei bis drei Tage. Außer im Notfall.“ (Ja.) Darum ist das alles, was ich habe, ich weiß nur das, was sie mir geschrieben haben. Ich weiß nicht, wie es meinen Hunden dort ergeht, darum hat mein Herz keine Ruhe. (Ja, Meisterin.)

Ich habe sie ja adoptiert, als sie niemanden hatten. Ich habe sie den Klauen des Todes entrissen. (Ja.) Und ich bin die Einzige, der sie wirklich vertrauen können. Früher haben sie nämlich bei jedem, der kam, dauernd gebellt. Außer bei denen, die um mich herum sind und mir helfen, mich um sie zu kümmern. Bei allen anderen bellen sie. Bellen mehr oder weniger, es hängt von der Aura der Person und von ihrer Absicht ab. Und sie wissen, wer gut für mich ist und wer nicht. Bei allen, die nicht gut für mich sind, bellen sie, bis ihnen die Stimme versagt. Dann muss ich die Person irgendwo draußen treffen oder … „Komm nicht wieder hierher, wenn die Hunde da sind.“ Naja. Und alles nur, weil niemand sonst auf der ganzen Welt mich so sehr liebt. (Ja, Meisterin.) Auch. Und genau wegen dieser Liebe fühle ich mich unwohl, wenn ich mich nicht um sie kümmere. (Ja, Meisterin.) Ich liebe ihre Liebe. Und sie vermissen mich so sehr, und manchmal zerrt das so an mir, dass ich in Versuchung bin, darum zu bitten, sie herzubringen. (Ja.) Aber dann raten mir die Gottses alle davon ab. Es war auch nicht das erste Mal, dass sie sagten, ich soll die Hunde nicht sehen. Ich muss Geduld haben. Ich habe sie während des Retreats ein paar Mal gesehen. (Ja, Meisterin.) Weil ich fürchtete, dass es ihnen ganz elend geht, nachdem der andere Hund gestorben war. Darum kam ich und tröstete sie. Und eine der Betreuerinnen weinte auch. „Oh, oh, er ist gestorben, und blablabla…“ Ich sagte: „Hey, hey, hey! Ich sollte weinen, nicht du.“ Aber sie lieben die Hunde auch. Eine der Betreuerinnen ist sehr emotional. Lateinamerikaner sind sehr emotional. Sehr sentimentale Menschen.

Als ich zum ersten Mal in Costa Rica und Mexiko einen Vortrag hielt, weinten sie alle wie Babys, als ich wieder abreiste. Wie Babys, die keine Milch kriegen. Und ich sagte: „Warum weint ihr denn so sehr?“ Manche von ihnen sagten: „Oh, wenn Du gehst ist es, als würde ein Teil von uns abgeschnitten.“ (Du meine Güte!) Als würde ihnen ein Stück Fleisch herausgeschnitten. So fühlte es sich für sie an. Meine Güte, das war schrecklich, und die Abreise fiel mir damals enorm schwer. (Ja.) Es sind sehr, sehr sentimentale Menschen.

Und meine Hunde tun mir einfach so leid, das ist alles. (Ja, Meisterin.) Sie haben mich zwar, aber können mich in letzter Zeit nicht oft sehen, und wenn sie Probleme haben, bin ich nicht einmal dort. Ich fühle mich nur verantwortlich. Das setzt mir sehr zu. Ich habe mich vom Tod des Hundes noch nicht erholt. (Oh, Meisterin.)

Und die Kleine erzählt mir, dass die größere schwarze Hündin einsam ist. Obwohl gleich nebenan ihre Mutter ist. Sie haben nur eine durchsichtige Plastiktrennwand zwischen sich. (Ja.) Die Mutter ist also gleich nebenan, aber sie fühlt sich trotzdem einsam. Ich denke, sie hängt mehr an mir als die anderen Hunde. Weil sie eine Einzelgängerin ist. Sie kommt mit anderen Hunden auch nicht gut zurecht. Vielleicht deshalb. Und sie liebt mich so sehr, dass sie es wagt, ihr kleines und großes Geschäft im Haus zu machen, wenn ich nicht auf ihren Rat höre. Als sie mir letztes Mal erzählte, dass jemand in mich verliebt ist und ich mich bloß nicht auch in ihn verlieben soll, (Ja.) sagte ich: „Danke.“ Und: „Was auch geschieht, egal, wer sich in mich verliebt, du darfst deshalb nicht einfach klein und groß in mein Haus machen. Ich verbiete dir das. Okay?“ Und als sie nächstes Mal wiederkam, fragte ich: „Ist dieser Mann ìmmer noch in mich verliebt? Sie meinte: „Ja.“ Ich sagte: „Wage es bloß nicht, ins Haus zu pinkeln.“ Und dann tat sie es auch nicht.

Sie ist also die Mutigste. Sie macht sich nichts draus, wenn ich mit ihr schimpfe oder ihr drohe, dass sie mich nicht mehr sehen darf und so. Oder sie zurechtweise. Sie tut einfach, was sie tun muss oder tun will. Nur um mich vor irgendetwas zu warnen. Stellt euch das vor. So tapfer und selbstlos. (Ja.) Sogar wenn sich nur jemand in mich verliebt hat, pinkelt sie ins Haus. Und sie waren lange draußen und hatten genug Zeit, schon unterwegs Pipi zu machen. Sie hatten es schon gemacht, bevor sie wieder zu sich nachhause gingen und dann nochmal auf dem Weg von ihrem Haus zu mir. Wie konnte sie da überhaupt etwas noch etwas übrig haben, um es mir im Haus zu „präsentieren“? Gleich als sie hereinkam, hockte sie sich wie festgenagelt auf den Boden und los ging’s. Ich konnte sie nicht stoppen, es ging so schnell. (Ja.) Ich konnte es gar nicht verhindern. Kaum war sie durch die Tür, bsssss! So war das. Du meine Güte! Und das ist ihr Tick. Sie tut das dauernd. Gott sei Dank nicht oft, aber immer, wenn etwas Besonderes ist, tut sie es. Obwohl alle anderen Hunde längst damit aufgehört haben; sie wagen es nicht mehr. Als letzte hat es noch die Kleine getan. Aber sie hat es auch aufgegeben, weil ich sehr mit ihr geschimpft habe. Aber diese da macht es immer noch. Sie gibt sich mir nicht geschlagen. (Oje!) Ich habe noch nicht herausgefunden, warum die Gottses nicht wollen, dass ich meine Hunde sehe. Natürlich ist es ein Retreat. Ich soll das nicht. Ich soll mich nur nach innen konzentrieren. Alles andere ist … ist sowieso nicht wichtig. Es ist nur so, dass ihre Emotion, ihre Liebe manchmal an mir zerrt. (Ja.) Wenn ich etwas Zeit habe oder im Fernsehen Hunde sehe. (Ja.)

Ich bekomme kein gutes Essen und dann muss ich Sendungen über leckere Pizzas und wunderbaren Rezepten für unsere Kochshow bearbeiten. (Ja.) Und ich habe nichts dergleichen. Aber muss mir das alles ansehen. Ich meine damit, von alleine denke ich nicht daran. Nur wenn es mir präsentiert wird. Und es bin auch nicht ich, die immer an die Hunde denkt. Sie sind es, weil sie so an mir hängen. Und sie haben auch nicht viel zu tun, außer zu essen und zu schlafen, gehen Gassi und dann wieder heim. (Ja.) Oh, sie haben natürlich Supreme Master TV, aber ich bin nicht sicher, ob sie daran interessiert sind. Der einzige, der je am Fernsehen interessiert war, war Benny. Er war der Einzige, der sich hinsetzte und fernsah. Er saß wirklich da und sah fern. (Ach! Sehr erstaunlich!) Und manchmal ging er hinter den Fernseher, um nachzusehen, ob da jemand ist. Ich sagte: „Benny, du weißt doch, das sind nur Filme.“ Aber er ging manchmal dahinter und sah nach. (Das ist ja niedlich.) Hinter den Fernseher. Dann setzte er sich hin und schaute lange Zeit zu. Er konnte dauernd fernsehen. Alle anderen Hunde hassen das. Ich weiß nicht warum. Und Happy sagte mir, dass mir die Fernsehstrahlung nicht guttut. Und Hunden auch nicht. Ich sagte: „Dann geh doch in ein anderes Zimmer. Ich muss das anschauen.“ Das ist schon lange her, als ich noch nichts für Supreme Master TV zu tun hatte. Damals war ich nicht krank, wurde nicht gedemütigt, hatte keine Probleme. Wenn ich kein Supreme Master TV habe, bin ich quasi ausgeschlossen von der Welt. (Ja.) Obwohl ich unter Menschen war und manchmal einkaufen ging, erkannte mich doch niemand, und das war sehr angenehm. (Ja, Meisterin.)

Ich lebte wie ein normaler Mensch. Nur die Leute, die einen kennen, hängen an einem und möchten etwas von einem. Den Leuten draußen ist das egal. (Ja, Meisterin.) Sie bedienen mich einfach oder verkaufen mir etwas und dann: „Auf Wiedersehen!“ Sie wollen nicht anderes, das wertvoller ist als Geld. Wenn ich also kein Supreme Master TV und niemanden um mich herum habe, ist mein Leben besser. Und sei es in einer Höhle oder kleinen Hütte oder so, ist mir egal. Weil es sich dann so gut anfühlt, egal wo es ist.

Und im Neuen Land, wo es viele Zimmer und Häuser und so gibt, fühle ich mich nie wohl. (Ja, Meisterin.) Weil da immer Leute um mich herum sind. (Ja.) Selbst mit einem kleinen Abstand fühlt es sich bei tausenden von Menschen doch sehr nahe an. Weil es die Energie einer großen Gruppe ist, (Ja.) und die breitet sich aus. Und alle wissen, dass ich da bin und zerren dann immer an mir.

Ich muss jetzt wieder meine Hausaufgaben machen. Da wartet noch viel auf mich. Danke, dass ihr mir verzeiht. (Danke, dass Du uns verzeihst, Meisterin.) (Danke, Meisterin.) Okay. Ich gehe. Gott segne euch! (Danke, Meisterin.) (Wir lieben Dich, Meisterin.) Ich liebe euch auch. Danke, dass ihr in diesen unruhigen Zeiten für unsere Welt da seid. Gott segne euch! (Danke, dass wir bei Dir sein dürfen. Danke, Meisterin.)

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